Eigenverbrauchsoptimierung mit Loxone Smart Socket Air

Seit knapp 12 Monaten habe ich neben der PV-Anlage auch zwei Loxone Smart Socket Air Steckdosen zur Eigenverbrauchsoptimierung im Einsatz. Zeit ein erstes Fazit über die Wirtschaftlichkeit dieser Dinge zu ziehen.

Wer die Smart Sockets noch nicht kennt: Das sind quasi über Loxone schaltbare Funktsteckdosen mit integrierten Energiemeter. Ich setzte diese bei mir für die Eigenverbrauchsoptomierung der Geschirrspülmaschine und der Waschmaschine ein. D.h. wenn PV-Überschuss vorhanden ist, werden zunächst Wasch- & Geschirrspülmaschine (und Heizung + Warmwasser) aktiviert, bevor ins Netz eingespeist wird.

Stromverbrauch Waschmaschine 12 Monate: 107 kWh

Stromverbrauch Geschirrspüler 12 Monate: 93 kWh

Wenn ich jetzt die Wirtschaftlichkeit und damit den Sinn dieser Dinger beurteilen will, muss ich die Szenarien “mit” und “ohne” vergleichen:

Auch ohne Smart Sockets würde man sicher so ca. 25% des Energiebedarfs von Geschirrspüler und Waschmaschine durch PV-Strom gedeckt bekommen, wenn man bewusst agiert und diese Verbraucher nur bei Tageslicht aktiviert sicher auch noch mehr. Wiederum kann man selbst mit Smart Sockets keine 100% Autarkie erreichen, da es auch Tage ohne ausreichende PV-Deckung gibt. Ein weiterer Aspekt für die Berechnung ist, dass ich den selbst verkauften Strom auch für 12,5ct an den Versorger verkaufen kann. Das muss man zusätzlich gegenrechnen:

Autarkie mit Smart Socket: 80%

(107kWh + 93 kWh) * 80% = 160 kWh Ersparnis p.a

160kWh p.a. * (0,25€ Energiekosten – 0,125€ Einspeisevergütung) = 20€ Vorteil p.a.

 

Autarkie ohne Smart Socket: 25%

(107kWh + 93 kWh) * 80% = 50 kWh Ersparnis p.a.

50kWh p.a. * 0,25€ Energiekosten = 7,50€ Vorteil p.a.

Unterm Strich habe ich durch die Smart Sockets einen jährliche Ersparnis von wahnsinnigen (20€-7,50€=) 12,50€. Ein Smart Socket kostet knapp 70€. Das macht bei 2 Sockets eine Amortisationszeit von

140€  / 12,5€ = 11,2 Jahre !!!

Na super, das lohnt ja richtig. Ich steck mir die Dinger, glaub ich, lieber in die Steckdose neben der Couch um eine zusätzliche Stehlampe zu schalten! Zumal der WAF so wesentlich höher ist 😉

 

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Wärmepumpe + PV-Anlage = ?

7004 Kilowattstunden Ertrag – 6767 Kilowattstunden Vebrauch = +237 Kilowattstunden

Unser Haus hat 2015 durch die PV-Anlage mehr Energie gewonnen als es für Heizung, Warmwasser und Haushaltstrom verbraucht hat. Ist das jetzt ein Plusenergiehaus? Egal. Zumindest ist aus meiner Sicht sehr wirtschaftlich. Das soll die folgende vereinfachte Rechnung zeigen:

Energiekosten 2015 Energie Kosten
Stromverbrauch Wärmepumpe 3097 kWh
+ Stromverbrauch Hausstrom 3670 kWh
= Stromverbrauch gesamt 6767 kWh
PV-Ertrag 7004 kWh
– Eigenverbrauch 2325 kWh
= Einspeisung (12,6ct/kWh) 4679 kWh -701,57 €
Stromverbrauch gesamt 6767 kWh
– Eigenverbrauch 2325 kWh
Strombezug Versorger (24,6ct/kWh+9,90€ mtl.) 4442 kWh 1.211,53 €
Energiekosten gesamt 509,96 €
monatliche Energiekosten 42,50 €

Generell ist der Strom vom Netzbetreiber fast doppelt so teuer wie die selbsterzeugte Kilowattstunde. Es ist also immer besser, selbst erzeugten Strom zu nutzen als einzuspeisen. Im letzten Jahr kamen wir auf ca. 34% Autarkie und 33% Eigenverbrauchsquote. Durch Optimierung der Steuerung sollte sich diese Quote in den nächsten Jahren noch steigern lassen. Evtl. sind dann auch Batteriespeicher wirtschaftlich, momentan ist das leider noch nicht der Fall.

Die monatlichen Kosten für Heizen, Warmwasser und Haushaltsstrom belaufen sich auf ca. 50€ für ein 160qm 4-Personen-Haushalt. Die Rechnung ist so noch nicht ganz vollständig, da es aus steuerlicher Sicht etwas komplizierter ist. Ich als Anlagen-Betreiber bin Unternehmer und muss als Privatperson den Strom zu einem martküblichen Satz von mir selbst kaufen und dafür auch Umsatzsteuern zahlen. Das ist Deutschland 😉

PV-Ertrag und Stromverbrauch

PV-Ertrag und Stromverbrauch

Natürlich hat die PV-Anlage auch was gekostet, deshalb nachfolgend eine kleine Rechnung wann sich diese Investition amortisiert. Dabei vergleicht man die Energiekosten mit PV-Anlage mit einem Szenario “ohne”:

jährlich Energiekosten ohne PV-Anlage
24,6ct kWh/ 6767kWh
1.783,48 €
jährliche Energiekosten mit PV-Anlage 509,96 €
Vorteil pro Jahr 1.273,52 €

Bei zusätzlichen Investitionskosten von ca. 10.000€ rechnet sich die Anlage also nach ca. 8 Jahren!

Ja, die Rechnung ist sehr einfach gehalten, denn sie berücksichtigt weder steuerliche Aspekte, noch Strompreissteigerungen oder Zinsen. Aber sie zeigt doch, das sich die Kombination aus Wärmepumpe mit PV-Anlage als sehr wirtschaftlich erweisen kann. Und für das grüne Gewissen hat man auch noch was getan…

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ein Jahr Photovoltaik – Prognose vs. Realität

Vor der Anschaffung und der damit verbundenen erheblichen Investition fragt sich sicher jeder, ob und wann sich diese rechnet und ob die Prognosen des Anlagenerstellers so auch realistisch sind. Nach einem Jahr kann ich ein erstes Fazit ziehen.

Die folgende Rechnung für die Ertragsprognose wurde vor dem Bau der Anlage erstellt und ist aus dem Projekt-Bericht des Anlagenerstellers übernommen.

Globalstrahlung horizontal 1.041,30 kWh/m2
Abweichung vom Standardspektrum -10,41 kWh/m2
Ausrichtung und Neigung der Modulebene 108,29 kWh/m2
Abschattung der Diffusstrahlung durch Horizont -18,03 kWh/m2
Reflexion an Moduloberfläche -31,58 kWh/m2
Globalstrahlung auf Modul 1.089,57 kWh/m2
Modulfläche Gesamt x 50,38 m2
PV Globalstrahlung 54.897,10 kWh
PV Nennenergie (Modul-Nennwirkungsgrad 16,15%) 8.866,68 kWh
Modulspezifische Teilabschattung -518,63 kWh
Teillast -639,56 kWh
Temperatur -176,89 kWh
Dioden -28,78 kWh
Mismatch (Herstellerangaben) -150,06 kWh
Mismatch (Verschaltung/Abschattung) -85,36 kWh
Strangleitung -7,27 kWh
PV-Energie (DC) ohne Wechselrichter-Abregelung 7.260,13 kWh
Abregelung wegen MPP-Spannungsbereich -22,95 kWh
Abregelung wegen max. DC-Strom 0 kWh
Abregelung wegen max. DC-Leistung 0 kWh
Abregelung wegen max. AC-Leistung/cos phi -15,21 kWh
MPP Anpassung -0,51 kWh -0,51 kWh
PV-Energie (DC) 7.221,46 kWh
Energie am WR-Eingang 7.221,46 kWh
Abweichung der Eingangs- von der Nennspannung -53,06 kWh
DC/AC-Wandlung -231,81 kWh -231,81 kWh
Stand-By Verbrauch -11,62 kWh
Abregelung von Strahlungspeaks -150,48 kWh
AC-Leitung -8,65 kWh
PV-Energie (AC) abzgl. Standby-Verbrauch 6.765,84 kWh

Basis für die Prognose ist zunächst die geografische Lage und die Beschaffenheit der Dachfläche (Neigung, Azumit). Weitere Einflussfaktoren sind die Spezifikation der Module & des Wechselrichters sowie ggf. die Teilabschattung der Anlage.

Der prognostizierte Jahresertrag liegt bei ca. 6750 kWh bei unserer 8kWp-Anlage. Der erhebliche Minderertrag gegenüber vergleichbare Anlagen durch die Verschattung von 2 hohen Bäumen ist in dieser Berechnung bereits berücksichtigt.

Ertrag 2015

PV-Ertrag 2015 in kWh

2015 hat die Anlage 7004 Kilowattstunden generiert, womit dieser ca. 3% über dem prognostizierten Ertrag liegt. Gerade im Hinblick auf die komplizierte Verschattungssituation bei uns, ist die Genauigkeit der Vorhersage m.E. recht bemerkenswert. Wichtig ist in jedem Fall ein Anlagenersteller der genau auf diese Gegebenheiten in der Planung eingeht. Ich hatte leider nicht bei allen Firmen im Vorfeld diesen Eindruck, bin jedoch froh einen kompetenten Anlagenersteller gefunden zu haben. (siehe  PV-Anlage aufs Dach).

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Auswertung Energiebedarf 2014 :: Heizung, Warmwasser, Strom

Energieverbrauch

Vor etwa einem Jahr habe ich getrennte Zähler für die Wärmepumpe und den Hausstrom nachgerüstet. Diese sind unabhängig vom Energieversorger und dienen lediglich der Eigenüberwachung. Damit habe ich jetzt einen ganz guten Überblick, wieviel Heizenergie in den letzten 12 Monaten aufgewendet werden musste, um das Haus zu heizen. Somit kann ich den theoretischen jährlichen Endenergiebedarf aus dem Energieausweis mit der Praxis vergleichen.
Energieausweis

Laut Energieausweis beträgt der theoretische Endenergiebedarf inkl. Heizung, Warmwasser und Lüftungsanlage 18,4 kWh/(m^2*a), was bei unserer Hausgröße etwa 2780 kWh bzw. 55€ monatliche Kosten entspricht.

Mit der Theorie und Praxis ist es ja oft so eine Sache… Deshalb war ich anfangs skeptisch ob dieser Wert in einem 4-Personen-Haushalt so auch nur anähernd zu erreichen ist?!

praktischer Endenergiebedarf April 14 – März 15:

  • Wärmepumpe Heizung 1641 kWh
  • Wärmepumpe Warmwasser 1457 kWh
  • Lüftungsanlage ca. 300 kWh
  • Gesamt 3398 kWh

Damit liegt der praktische Wert immerhin 20% über der Theorie. Mit 70€ sind die monatlichen Heizkosten (inkl. Warmwasser & Lüftung) aber noch absolut im Rahmen. Ich denke das vor allem unsere große 380l Badewanne einen nicht unerheblichen Anteil an den hohen Warmwasser-Anteil hat.EnergieverbrauchStromverbrauch Haus

Der Stromverbrauch für unser 4-Personen Haushalt lag bei 3000kWh. Im Tagesdurchschnitt bedeutet das ca. 7-10 kWh je nach Wochentag und Jahreszeit. Summiert mit den 3400kWh für Heizung und Warmwasser betrug der Gesamtbedarf für den Zeitraum April 2014 – März 2015 6400 kWh. Bei unseren Vattenfall-Vertrag mit 24,6ct/kWh und einer monatlichen Grundgebühr von 9,95€ entspricht das einen monatlichen Abschlag von ca. 140€ für Strom und Heizung.

Ausblick Energiebedarf mit Photovoltaik-Anlage

Seit Januar haben wir eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb. Die Loxone-Hausautomatisierung überwacht sowohl den PV-Ertrag als auch die Wärmepumpe. Durch den 300l WW-Speicher reicht es aus tagsüber, je nach PV-Ertrag, Warmwasser über den Photovoltaik-Strom zu erzeugen. Die Erfahrungen der letzten 3 Monate zeigen, dass dies auch im Winter ganz gut klappt. Ich schätze das ich so ca. 70% bzw. 1000 kWh der WW-Erzeugung durch PV-Strom abdecken kann. Zusätzlich kann auch ein kleiner Teil des Heizungsstrom und der Lüftungsanlage durch PV-Strom gedeckt werden (500kwh).

Insgesamt sollten durch die Eigenverbrauchsoptimierung mit Loxone 40% des Energiebedarfs direkt durch die PV-Anlage gedeckt werden.

Im folgenden Jahr werden wir also nur noch (geplant) 3900 kWh für ca. 90€ monatlich beziehen. Der Überschuss der Photovoltaik-Anlage wird mit 12,6ct/kWh eingespeist, was uns eine monatliche Erstattung von ca. 40 € einbringt. Effektiv werden wir also im kommenden Jahr nur noch Energiekosten von ca. 50€ monatlich haben. Die PV-Anlagenkosten sind bei dieser Rechnung natürlich nicht mit eingerechnet. Wie lange die Amortisation von ca. 10.000€ Investitionskosten bei 90€ monatlicher Ersparnis beträgt, kann sich ja jeder selbst ausrechnen 😉

So der Plan, die Auswertung folgt dann im nächsten Jahr.

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eigene Wetterstation Oregon Scientific WMRS200 + Pi

Der Weihnachtsmann hat eine Wetterstation Oregon Scientific WMRS200 mitgebracht. Insgesamt zu einem unschlagbaren Preis für unter 100€ eine sehr solide Station mit allen erforderlichen Sensoren für Lufttemperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Niederschlagsmenge und Windstärke/-Richtung. Das ganze lässt sich sehr einfach aufbauen und auch die Funkreichweite zwischen Sensoren und Empfangsstation scheint mir sehr gut zu sein.

Oregon Scientific WMRS200

Oregon Scientific WMRS200

Eigentlich ist diese Station zur Anbindung an den PC per USB gedacht, was meines Erachtens aber keinen Sinn mach. Deshalb habe ich das ganze per USB an einen Raspberry PI B+ gehängt. Dieser verbraucht nur ca. 3Watt. und ist für das Auslesen, Speichern und weiterverarbeiten der Wetterdaten zuständig. Es hat zwar einige Stunden gedauert, bis ich alles am Laufen hatte, aber nun funzt es einwandfrei.

Für die Geeks: Als Image habe ich ein Standard-Raspbian genutzt. Für die Verbindung und Weiterverarbeitung der Wetterdaten nutze ich wfrog. Auf der Webseite des wfrog-Projekts ist eigentlich alles sehr gut dokumentiert.

Durch wfrog bzw. die pyweather-Skripte werden die Daten zyklisch im minutentakt von der Station abgerufen und in eine SQL-Lite Datenbank auf dem PI abgelegt. Wfrog liefert auch gleich noch eine grafische Web-Oberfläche für die Datenansicht.

wfrog web-frontend

Der Clou ist aber aus meiner Sicht, dass die Daten per wfrog zyklisch an Wunderground gesendet werden. Dort kann man seine Station als PWS (personal weather station) kostenlos anmelden und so einerseits von den Wunderground-Service profitieren und einen Beitrag für eine genauere Wettervorhersage leisten.

Hier sind die Live-Daten für meine Wetterstation für jedermann abrufbar.

Meine Wetterstation IBRANDEN78 bei Wunderground

Und wozu das ganze?

Zunächst mal hört sich das sicher als Spielerei an, was es natürlich zum großen Teil auch. Denn sein eigenes Wetter kann man ja leider trotzdem nicht zaubern. Der große Nutzen kommt erst durch die Anbindung an die Loxone Hausautomatisierung zum Tragen. Durch die vorhandenen Live-Daten für Wind & Regenmenge kann das Smart Home so auf bestimmte Wetterszenarien geeignet reagieren. Zum Beispiel:

  • In den letzten Tagen xx Liter zu wenig Niederschlag – beregne Rasen für xy Minuten
  • Sturmböen – fahre Markise ein – Beschattung aktivieren
  • Sonnenstrahlung über 300 Watt/qm – Beschattung aktivieren
  • Lüftungsanlage abhängig von Innen- & Außenluftfeuchtigkeit regeln
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Photovoltaikanlage aufs Dach

In der Bauphase hatte ich bereits über die spätere Installation einer Photovoltaik-Anlage nachgedacht und auch gleich ein Leerrohr zwischen HWR und Dachboden dafür vorgesehen. Den Zeithorizont für die Errichtung einer PV-Anlage hatte ich jedoch eher so “in 5-10 Jahren” gesehen. Nun haben wir uns aus verschiedenen Gründen (günstige KfW-Förderung, Eigenverbrauchsoptimierung mit Loxone, kein Hausbaustress mehr) doch schon vorher entschieden und eine PV-Anlage errichten lassen.

Landläufig hört man ja häufig die Meinung “das lohnt doch nich mehr…”. Die Einspeisevergütung ist schliesslich in den letzten 10 Jahren um 75% gefallen. Jedoch haben sich in der gleichen Zeit auch die Anlagenpreise ähnlich entwickelt. Wenn man die Anlage nur wegen der Einspeisevergütung betreibt, ist es aber in der Tat schwierig die Anlage wirtschaftlich zu betreiben. Der Schwerpunkt sollte daher auf die Eigenverbrauchsoptimierung liegen.

Unser Rahmenbedingungen:

  • Dachausrichtung SüdSüdWest
  • Dachneigung 30 Grad
  • teilweise Verschattung in den Wintermonaten durch eine Eiche
  • vorhandene Loxone Hausautomatisierung für das Energiemanagement

 

In der ersten Planungs- und Orientierungsphase hat mir das image3Photovoltaik-Forum sehr weitergeholfen. Auch in der Phase der Angebotseinholung und -bewertung war das Forum echt Gold (bzw. Euro) wert. Zunächst hatte ich nämlich ausschliesslich lokale Anbieter angefragt. Die 5 Angebote bewegten sich zwischen 1600€ und 2300€ (ohne Speicher!) pro installierten kWp (Watt Peak). Durch das Forum bin ich dann auf den Anbieter Clen-Solar aus dem Erzgebirge gestoßen. Bei vergleichbarer Ausstattung und Ausführung konnten diese mir ein Angebot von 1180€ pro kWp machen, was ja verglichen zum teuersten Anbieter fast die Hälfte!!! ist.

Die Beratung (telefonisch) war dabei erstaunlicherweise wesentlich besser und ausführlicher als bei allen lokalen Anbietern. Dabei ist Clen-Solar auch wesentlich mehr auf die individuellen Gegebenheiten (Verbrauchsprofil, Verschattung, etc) eingangen. Es werden einen auch keine utopischen Wirtschaftlichkeitsberechnungen präsentiert, wie es bei einigen Anbietern der Fall. Die Zahlungsbedingungen waren zudem auch sehr kundenfreundlich ausgelegt. Der sehr gute Eindruck hat sich jedoch auch bei Installation & Inbetriebnahme der Anlage bestätigt. Insgesamt also fast zu schön um war zu sein.

Bei der Angebotsbewertung und einer realen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hat mir sehr die Seite Sunnydesignweb von SMA weiter geholfen. Dort kann man sehr schön für sich selbst verschiedene Szenarien und Angebote durchspielen und hat auch so einen guten Vergleich wie wirtschaftlich die einzelnen Angebote sind.

Fronius Wechselrichter

Fronius Wechselrichter

Wir haben nun jedenfalls von Clen-Solar eine 8kWp Anlage installieren lassen, welche seit dieser Woche in Betrieb gegangen ist.

  • 8,06 kWp Gesamtleistung
  • Solarmodule Heckert-Solar 31 x NeMo 60P260
  • Wechselrichter Fronius Symo 6.0.3-M
  • Unterkonstruktion WASI – einlagig

 

 

 

image4

Auf einen Batteriespeicher haben wir bewusst verzichtet. Auch wenn einige Anbieter uns diesen “aufquatschen” wollten, realistisch betrachtet ist dieser zur Zeit noch nicht wirtschaftlich zu betreiben, da die Anschaffungskosten noch zu hoch sind. Vielleicht sieht es ja in ein paar Jahren anders aus…

Loxone Fronius Baustein

Loxone Fronius Baustein App-Visualisierung

 

Unser Fokus liegt daher eher auf die Eigenverbrauchsoptimierung mit Loxone. Deshalb wurde auch ein Fronius Wechselrichter installiert, welcher nativ in die Loxone Hausautomatisierung integriert werden kann. Mit einem zusätzlichen S0-Stromzähler stehen der Loxone dann alle relevanten Daten wie PV-Ertrag, Eigenverbrauch, Netzbezug und Netzeinspeisung  zur Verfügung. So kann die Steuerung dann anhand vorgegebener Parameter die Verbraucher, je nach PV-Ertrag steuern. Im Vordergrund stehen dabei die Warmwasserbereitung durch die Dimplex-Wärmepumpe sowie das aktivieren der Waschmaschine und des Geschirrspülers, vorausgesetzt diese sind beladen und aktiviert. Wie ich das im Detail umsetze und wie die ersten Erfahrungen mit der Anlage sind, werde ich ggf. später berichten.

 

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Das erste Jahr ist rum … Fazit zum Energieverbrauch

Mittlerweile wohnen wir nun schon tatsächlich ein Jahr in unseren neuen Haus. Seit dem ist natürlich noch einiges passiert.

Vor allem ab dem Frühjahr galt der Fokus natürlich hauptsächlich den Außenanlagen. Eine ganze Reihe an Projekten haben wir dabei wie geplant erledigt. (z.B. Rasen, Spielhaus, Sichtschutz, Hecke, Spritzschutz) Vor allem die Terasse und das Eingangspodest wurden auf das nächste Jahr verschoben. Außerdem soll dann auch der PKW Stellplatz angegangen werden.

Oktober 2014

Oktober 2014

Oktober 2013

Oktober 2013 – vor einem Jahr

Stromverbrauch

Nach einem Jahr im Haus kann ich nun auch detaillierte Angaben zum Energieverbrauch machen.

Bei uns läuft sowohl die Wärmepumpe als auch der Haustrom über einen Zähler. Im letzten Jahr (11/13 – 10/14) haben wir 6500 kWh für Hausstrom, Warmwasser und Heizung von den Stadtwerken bezogen. Monatlich sind das 135 €. Mit den laufenden Stromkosten für Strom, Warmwasser und Heizung sind wir ganz zufrieden. Schließlich sind die monatlichen Kosten für Strom & Heizen nicht höher als in unserer früheren 90qm Altbauwohnung.

Jahresverbrauch 11/13 - 10/14

Jahresverbrauch Strom 11/13 – 10/14

Wasserverbrauch

Beim Wasserverbrauch sieht das selbstverständlich etwas anders aus.

290 Kubikmeter Wasser wurden im letzten Jahr verbraucht. Der Großteil (200cbm) ging dabei für die Gartenbewässerung (über Gartenwasserzähler) drauf. Im Haus haben wir monatlich ca. 8-10cbm vebraucht, was wohl dem Durchschnittsverbrauch einer 4köpfigen Familie entspricht. Monatlich dürften dafür wohl ca. 60€ den Besitzer wechseln. Das ist definitv mehr als in der Altbauwohnung und wohl auch der Preis für einen schönen grünen Garten.

Wenn man dann noch die Müllgebühren (ca. 20€ mtl) und die zus. Versicherungen (40€ mtl.) hinzu rechnet, kommen wir auf montliche Nebenkosten von ca. 255€. Das entspricht in etwa dem vorher kalkulierten Wert. Ab und zu liest man in der Literatur man sollte 2,5€ pro qm  Wohnfläche (150qm = 375€) einplanen. Meines Erachtens ist das zu Hoch angesetzt, es sei denn man möchte damit auch Rückstellungen für kommende Reparaturen abdecken.

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kein Wasserdruck :: Rückspülfilter reinigen

Die letzten Wochen habe ich mich fast täglich über den miesen Wasserdruck aufgeregt. Seit etwa Mai hatte dieser kontinuierlich abgenommen. Die Ursachen hatte ich zunächst beim Versorger vermutet. Da aber alle Nachbarn keine derartigen Probleme hatten, musste das Problem bei uns liegen.  Allein an den Leitungsverlusten aufgrund der langen Zuleitung für unser Hammergrundstück konnte es nicht liegen.

Gestern bin ich dann auf die Idee gekommen, mir mal das Handbuch mit den vorgeschriebenen Spülzyklen für den Rückspülfilter Cillit Galileo RF 1 anzuschauen. Und siehe da:

Eine Rückspülung muss 1x pro Monat durchgeführt werden, um ein Festsetzen der Fremdpartikel auf dem Filtergewebe zu vermeiden.

Bisher bin ich, warum auch immer, von eimem jährlichen Zyklus ausgegangen. Die Filterreinigung ist dabei denkbar einfach. Einfach einen Eimer unter den Filter stellen und die obere Kappe nach links drehen. Jedenfalls ist nun, nach 20 Eimern mit ordentlich dreckiger Brühe, der Wasserdruck wieder wie erwartet. Da hätte ich auch früher drauf kommen können…

Cillit Galileo Rückspü

Cillit Galileo

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Spritzschutz f. Sockel aus Metall

Mit einem Spritzschutz schützt man die Fassade vor Verunreinigungen durch hochspritzendes Regenwasser. Besonders geeignet ist eine Schicht aus groben Kies, die rund ums Haus gelegt wird.

Abweichend zu den sonst üblichen Betonkantensteinen haben wir die Abgrenzung des Spritzschutzes mit Aluminiumprofilen gestaltet. Dazu haben wir zunächst den Boden rund ums Haus ausgehoben und punktuelle Betonfundamente mit normalen KG-Rohren als Stelzenlager einbetoniert. In diese Rohre wurden mit einem großen Winkelschleifer die Aufnahmen für die Metallprofile reingefräst.

Die Fixierung erfolgte dann wieder mit Beton. Dabei ist zu beachten, dass eine Trennschicht (z.B. Silikonspray, Öl etc) zwischen den Beton und den Aluminiumprofilen hergestellt wird, da sich die Metallprofile temperaturabhängig ausdehnen und sonst bei Temperaturänderung verbiegen würden. Den Beton haben wir mit einen Anhänger fertig gemischt vom ortsnahen Betonwerk abgeholt. Durch einen beigemischten Verzögerer hat man 2-3 Stunden Zeit die Ladung zu verarbeiten.

Danach wurde der Sockelschutz noch mit Unkrautvlies ausgelegt und mit Zierkies befüllt. Dabei haben wir uns für den günstigsten Zierkies “Rheinkies bunt” vom Hornbach entschieden. Das nächste Mal würde ich aber wohl normalen Drainagekies 16/32 vom örtlichen Recycling-Unternehmen holen. Optisch ist dieser auf dem ersten Blick für mich kaum zu unterscheiden und ein Vielfaches günstiger.

Kosten:

  • 42m Aluminium Profile 200€
  • 10m KG-Rohr 20€
  • 1t Fertigbeton bodenfeucht 60€
  • 50m Unkraut-Vlies 50€
  • 1,3 t Rheinkies 16/32 bunt 200€
  • Gesamt 530€

 

 

 

 

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Auswertung Stromverbrauch

Wir wohnen nun schon ziemlich genau ein halbes Jahr in unserem neuen Haus. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einmal den Energieverbrauch des Hauses zusammenfassen. Leider habe ich 2 zusätzliche digitalen Stromzähler für Heizung und den Rest erst vor kurzem über die s0-Schnittstelle an die Loxone-Anlage angeschlossen, so dass die Differenzierung zwischen Verbrauchsstrom und Heizungsstrom nur anhand der vorliegenden Daten geschätzt werden kann.

Stromverbrauch

ca. 1680 kWh/6 Monate- entspricht ca. 80€ monatlich

Das entspricht ziemlich genau der Abschlagszahlung aus unserer alten 90qm Altbauwohnung. Die höhere Effizienz der neuen Leuchtmittel wird hier wahrscheinlich durch den Mehrverbrauch der neuen Verbraucher (Lüftung, Außenbeleuchtung, Haussteuerung) ausgeglichen. Eine Einsparung war hier auch nicht zu erwarten.

Heizung inkl. Warmwasser

ca.2800kWh / 6 Monate – entspricht ca. 140€* monatlich

*Dabei ist natürlich zu berücksichten, dass es sich um ausschließlich die Heizperiode zw. Oktober und April handelte. Im folgenden Sommerhalbjahr wird die Wärmepumpe nur noch für die Warmwasserbereitung benötigt. Dafür werden ca. 4 kWh täglich aufgewendet. Somit belaufen sich die voraussichtlichen monatlichen Kosten für die Heizung aufs erste Jahr gerechnet ca. 87,50€. Das ist für ein 150qm großes Einfamilienhaus akzeptabel, mehr aber auch nicht.

An den kalten Tagen des Winters mit Nachtfrost bis -13 Grad Celsius hat die Wärmepumpe ca. 35 kwH pro Tag verbraucht. Der zusätzliche Heizstab musste jedoch selbst bei diesen Temperaturen noch nicht aktiviert werden.

Verbrauch

Verbrauch gesamt (ab 05/2014 geschätzt)

Grundlast

Durch die Anbindung der Stromzähler an die Loxone Hausautomatisierung kann man jetzt ziemlich gut den aktuellen Verbrauch des Hauses analysieren. Also auch den Strombedarf, den allein die Standby-Geräte, Netzwerkkomponenten und die Haussteuerung immer benötigen, auch wenn niemand zu Hause ist. Bisher liegt dieser Wert bei 150 Watt. Das kommt mir doch recht hoch vor.

Folgende Komponenten sind z.Zt. dauerhafte Stromverbraucher (in Klammern ermittelter Verbrauch):

  • TV (1 Watt)
  • VU+ Solo2 Receiver (15 Watt)
  • Playstation 3 (1 Watt)
  • Sonos Audio Komponenten (10Watt)
  • Soundbar + Subwoofer (2 Watt)
  • Fritz!Box (6 Watt)
  • 24Port Switch (10 Watt)
  • Synology Diskstation + 4 HDD (40 Watt)

Vor allem beim Receiver und den Sonos-Komponenten kann man durch Abschaltung mittels Koppelrelais bei Abwesenheit einige Euro im Jahr sparen.

Ohne die Haussteuerung beträgt die dauerhafte Leistungsaufnahme ca. 85 Watt. Bleiben weitere 65 Watt die durch die Haussteuerung verbraucht werden. Das wären dann ca. 2 kWh pro Tag (200€ p.a.). Hat das mal jemand bei seiner Anlage nachgemessen?

Würden wir wieder eine Waermepumpe nehmen?

Für unser Hammergrundstück wären für einen Gasanschluss erhebliche Mehrkosten für die Erschliessung notwendig gewesen. Schon allein deshalb hatten wir uns für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe entschieden. Ein Resümee können wir allerdings wohl erst nach 1-2 Jahren ziehen. Aber momentan sind wir ganz zufrieden mit der Entscheidung pro Wärmepumpe.

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Wir haben 2013 ein Einfamilienhaus in Strausberg / Brandenburg mit der Richter-Haus GmbH gebaut.

Dieses Bautagebuch hatten wir vor allem zur Dokumentation unseres Bauvorhaben erstellt. Ihr dürft euch aber gern weiterhin insperieren lassen. Vielleicht fällt ja die ein oder andere nützliche Info für euch ab. Für Anregungen und Fragen sind wir natürlich auch immer offen.

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unsere Wetterstation

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