Tag 113: Elektro-Verkabelung für Loxone abgeschlossen

Die Elektro-Verkabelung ist nun endlich abgeschlossen. Nächste Woche wird die Fußbodenheizung installiert und der Estrich-Fußboden fertig gestellt, so dass dann keine Erweiterungen an der Elektrik ohne weiteres möglich sind.
Durch die Loxone Hausautomatisierung ist die Verkabelung um einiges komplexer ausgefallen als bei einer herkömmlichen Installation. ADeshalb hatten wir uns entschieden, das Elektro-Gewerk in Zusammenarbeit mit einen lokalen Elektriker in Eigenleistung auszuführen.
Insgesamt führen nun über 200 Kabel von den einzelnen Lichtquellen, Steckdosen, Tastern, Bewegungs- und Rauchmeldern, Temperatursensoren und Türkontakten zu den 2 Verteilerkästen im Unter- und Obergeschoss. Hinzu kommt noch die LAN-Verkabelung und die Koaxial-Leitungen für TV.

Fast 3 Kilometer Kabel wurden verwendet: (geschätzt)

  • ca. 1000m Cat7 für 26 LAN-Anschlüsse und 29 Taster
    Cat7 Leitungen für alle Taster ist natürlich etwas ‘over-sized’. Da sie aber nur unwesentlich mehr gegenüber Cat5e oder anderen Steuerleitungen kosten, haben wir eben Cat7 verbaut. Vielleicht muss man ja mal irgendwann sein Lichtschalter mit ner 10GBit anbinden 😉
  • ca. 800m NYM 3×1,5mm Leitungen für 45 herkömmliche Steckdosenkreise, 29 schaltbare Steckdosen und 20 230V Lichtquellen
  • ca. 400m NYM 5×1,5mm Leitungen für 16 elektrische Rollläden, mehrfach schaltbare Lichtquellen und für 230V Bewegungsmelder
  • ca. 400m Y(St)Y 2x2x0,8mm/0,6mm Steuerleitung für Türkontakte, 24V Bewegungsmelder und Rauchmelder
  • 200m Koaxial-Kabel für 8 TV-Anschlüsse und eine 5fach Zuleitung zur SAT-Schüssel

Hinzu kommen noch diverse Kabel für Starkstrom (z.B. Kochfeld 5×2,5mm2), für Potentialausgleich (1x16mm2) und für die Verkabelung der einzelnen Verteiler untereinander. Zusätlich habe ich noch ein Leerrohr zum Dachboden für eine spätere Photovoltaikanlage eingezogen und auch ein Leerrohr vom Hauptverteiler zum LAN-Verteiler vorgesehen.

Übrigens: Hornbach bietet für herkömmliche NYM-Leitungen unschlagbare Preise: 37€ kostet dort der 100m-Ring. Da kann selbst der Elektro-Großhandel nicht mithalten. Bei Cat7 verhält es sich allerdings genau andersrum. Dafür verlangen die Baumärkte echte Mondpreise zum vielfachen des Großmarktpreises.

Die Installation der Leitungen ging natürlich nicht von Heute auf Morgen, so dass ich ca. 100 Stunden in Eigenleistung in die Verkabelung investiert habe. Zusätzlich wurde ich mit ca. 60 Stunden Aufwand durch den Elektrik-Fachmann unterstützt. Dieser muss jetzt auch den Kabel-Wald durchblicken und alles ordentlich in die Verteilerkästen klemmen. Viel Spaß dabei ;-).

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8 comments on “Tag 113: Elektro-Verkabelung für Loxone abgeschlossen
  1. Gerald sagt:

    Wahnsinn sieht das heftig aus mit dem “Kabelwust” der aus der Decke kommt.
    So wird es bei uns auch in 2 – 3 Wochen dann aussehen :)
    Bitte weiter Bloggen!

    Grüße

  2. Marcus sagt:

    Moin Moin!
    Das ist ja ein ganz schöner Umfang!
    Ich baue auch gerade und bin am Schwanken zwischen EnOcean, LCN und Loxone. Beim letzteren befürchte ich extreme Kosten durch die Sternverkabelung auch wenn mir das System besser gefällt. Was ist denn in etwa der Mehraufwand bei Material und Arbeit?

    • norman sagt:

      Der finanzielle Mehraufwand für die reine Sternverkabelung hält sich m.E. in Grenzen. Die 1000m Cat7 haben ca. 500€ gekostet und für die zusätzlichen NYM und YSTY Leitungen kommen auch nochmal ca. 500€ hinzu. Arbeitszeit zum verlegen: 120 Stunden.

      Vergessen darf man nicht den riesigen Hager-Schaltschrank, der auch nochmal ca. 1000€ verschlingt.
      Die Loxone-Komponenten verursachen sicher den Haupteil der Mehrkosten. Wir planen 6 Extensions sowie 2 Relay- und 2 Dimmer-Extensions.

      Geschätzter Mehrpreis ggü. Standardinstallation ca. 8000€.

  3. Stefan sagt:

    Habt ihr alles ohne Schutzschlauch verlegt???

      • Stefan sagt:

        Warum?? Aber somit sind ja keine änderungen langfristig möglich??

        • admin sagt:

          Den Mehraufwand muss man halt auch erstmal bezahlen. In Deutschland ist es anders als in AT auch unüblich alles in Leerverrohrung zu verlegen. Ich kenne von min. 15 bekannten Häuslebauern keinen einzigen der das hat machen lassen. Man sollte halt drauf achten, dass das verlegte Kabel Reserven bietet. Deshalb auch CAT7 zu allen Sensoren und am besten 5adrig zu allen Aktoren.

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Wir haben 2013 ein Einfamilienhaus in Strausberg / Brandenburg mit der Richter-Haus GmbH gebaut.

Dieses Bautagebuch hatten wir vor allem zur Dokumentation unseres Bauvorhaben erstellt. Ihr dürft euch aber gern weiterhin insperieren lassen. Vielleicht fällt ja die ein oder andere nützliche Info für euch ab. Für Anregungen und Fragen sind wir natürlich auch immer offen.

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